
Die Bundesbank widerspricht EZB-Präsident Mario Draghi und warnt vor einer Staatsfinanzierung mit der Notenpresse, dies wäre “fatal”.
Die Bundesbank äußerte sich erneut kritisch zum möglichen Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB): “Der Mechanismus von Staatsanleihenkäufen ist problematisch zu sehen, weil dadurch falsche Anreize gesetzt werden”, sagte ein Sprecher der Bundesbank am 27.07.2012 in Frankfurt. Er reagierte damit auf Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Vortag. Dieser hatte in London gesagt, die Zentralbank werde “alles” tun, um den Euro zu erhalten. Er fügte hinzu: “Und glauben Sie mir, das wird ausreichen.”
Der Bundesbank-Sprecher wandte sich zudem gegen die neuerliche Forderung, den Rettungsschirm EFSF mit einer Banklizenz auszustatten. Das wäre faktisch eine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse und “ein fataler Weg”, sagte er.