Wahltrend Bundestag (Stand 25.5.)
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GRÜNE - 13,8 % ; LINKE - 7,1 % ; FDP - 4,3 %
AFD - 2,9 % ; PIRATEN - 2,5 %

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat einen Verkaufsstopp für E10 gefordert. Rückendeckung bekommt er laut Umfragen von der Mehrheit deutscher Manager und der Bevölkerungsmehrheit.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat zusammen mit dem hessischen Wirtschaftsminister Florian Rentsch gefordert, mit der Beimischung des pflanzlichen Kraftstoffs aufzuhören, weil dadurch der Hunger auf der Welt größer werde.
“Die Beimischungspflicht, die die rot-grüne Regierung eingeführt hatte, führt dazu, dass Menschen zu wenig Nahrung haben. Deshalb sollte man E10 jetzt aussetzen”, sagte Niebel dem Sender n-tv.
“Gerade bei steigenden Lebensmittelpreisen kann Biosprit zu stärkerem Hunger in der Welt beitragen.Wir müssen darüber nachdenken, ob man nicht den Konflikt zwischen Tank und Teller auflösen kann”, sagte Niebel.
Der Europa-Sprit E10 und Biodiesel sind seit Jahren in der Kritik. Die Verwendung von Nahrungsmitteln für die Biokraftstoffe führe zu steigenden Lebensmittelpreisen. Das Autofahren dürfe nicht zu einer Frage von “Tank oder Teller” gemacht werden, hieß es mehrfach. Mit Hinblick auf die Plantagen in Afrika könne es nicht sein, dass “Afrika die europäischen Tanks füttert”. Zudem erhöhe sich mit Biokraftstoffen der Verbrauch um rund 2 Prozent und nicht alle Fahrzeuge würden diese problemlos vertragen.
Das für den Biosprit zuständige Bundesumweltministerium wollte die Äußerungen Niebels nicht kommentieren, betonte jedoch, mit E10 würden entsprechende EU-Vorgaben umgesetzt. Ein Verkaufsstopp sei damit nicht möglich. Die Europäische Union hat in ihrer Biokraftstoff-Richtlinie einen Zeitplan in Stufen vorgegeben. Alle Mitgliedsstaaten müssen bis 2020 zehn Prozent ihres Kraftstoffverbrauchs aus Biokraftstoffen abdecken.